
Wander- und Radwoche 2026
Auch heuer waren wir wieder in Bramberg am Wildkogel zu Gast. Insgesamt 46 Wanderer und Radfahrer waren, wieder im Hotel Kaserer, auch Straßenwirt genannt, in der Zeit vom 28. Juni bis 5. Juli untergebracht.
Ein fester Bestandteil unseres Aufenthalts waren erneut die Nationalpark-Sommercard sowie das Mobilitätsticket. Dank dieser beiden Gästekarten konnten wir Seilbahnen, Busse, Taxis, Museen und viele weitere Angebote kostenlos oder zu vergünstigten Preisen nutzen. So blieb das Auto die ganze Woche bequem am Hotelparkplatz stehen.“

Da unsere 46 Teilnehmer sehr unterschiedliche Interessen und Leistungsvermögen haben, war es unmöglich, dass alle jeden Tag das gleiche Ziel verfolgten – was sich in der Praxis auch als sehr sinnvoll erwies. Zudem waren auch heuer wieder viele Radfahrer dabei, die ohnehin meist ihre eigenen Wege einschlugen. Aus diesem Grund ist der nachfolgende Bericht thematisch nach Touren gegliedert, wobei die Reihenfolge der einzelnen Ausflüge keine besondere Bedeutung hat.

Unsere Gipfelstürmer (Radfahrtruppe)
Weitere Fotos und Infos siehst Du immer wenn Du auf ein Bild klickst.
Salzachtal – Talrunde 
Wir starteten direkt beim Hotel und wanderten zunächst leicht ansteigend hinauf zur (nach) Leiten, die am sonnigen Nordhang des Tals liegt. Wieder auf Talniveau angekommen, erreichten wir den Weyer-Turm. Die Burgruine Weyer ist die Überrest einer ehemaligen Hangburg, deren erste urkundliche Erwähnungen bis auf das Jahr 1130 zurückgehen.
Nach der Besichtigung überquerten wir die Bundesstraße sowie die Salzach, um in den Ort Habach zu gelangen. Nach einer kurzen Rast führte unser Weg auf der schattigen Südseite zurück, bis wir schließlich das Kneippzentrum mitten im Wald erreichten. Dort konnten wir unsere Füße im klaren Wasser abkühlen, bevor wir unsere 11 km lange Runde beendeten. Für den Rückweg zum Hotel gab es zwei Optionen: entweder über den nahegelegenen Bahnhof von Bramberg oder über den Ort Wenns, wobei beide Wege etwa gleich lang waren.
Zur Sennigeralm 
Heuer erstmals begangen. Zunächst ging es mit dem Bus (dank unserer Gästekarte kostenfrei) in das nahegelegene Hollersbach. Nach einem kurzen Dorfabschnitt erreichten wir den Einstieg in das Hollersbachtal bei der Kraftwerks Staumauer. Von dort aus führte ein mehrere Kilometer langer Steig (der Bachlehrweg) immer direkt am Ufer des Hollersbaches entlang – zunächst am aufgestauten Bereich und anschließend am frei fließenden Gebirgsbach.
Nach etwa zwei Dritteln des Weges öffnete sich das Tal zu einem weitläufigen Almboden, auf dem Ziegen und Kühe weideten. Nach insgesamt sieben Kilometern erreichten wir schließlich die Senningeralm, wo bereits Plätze für unser Mittagessen reserviert waren.
Für den Rückweg nach Hollersbach entschied sich die Mehrheit für das bequeme Wandertaxi, während die Wanderfreudigen den Rückweg zu Fuß jetzt über die Forststraße antraten.
Resterhöhe – Zweitausender 
Mit der Panoramabahn Kitzbüheler Alpen fuhren wir von Hollersbach hinauf zur Resterhöhe. Von der Bergstation aus hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die Venedigergruppe im Süden; auch das Habachtal, das wegen seiner Mineralienfunde auch als Smaragdtal bekannt ist, lässt sich von hier in seiner ganzen Länge überblicken.
Unsere Wanderung führte uns zunächst hinunter zu einem kleinen Speichersee, der sogar die Möglichkeit zu einer Floßfahrt bietet. Danach ging es stetig leicht ansteigend weiter zur Panorama-Alm. Nach einer kleinen Stärkung war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Gipfelkreuz des Zweitausenders – genau genommen steht das Kreuz auf 2004 Metern Höhe. Den Rückweg legten wir anschließend auf derselben Strecke zurück.
Vom Wildkogel zur Steineralm 
Eine neue Tour brachte uns diesmal von der Bergstation der Smaragdbahn zur Steineralm. Zunächst führte uns der Weg hinüber zur Bergstation der Wildkogelbahn und von dort über einen langen, schmalen Pfad hinunter zur Steinerhinteralm. Fast hätte man den Steig als ein wenig ausgesetzt bezeichnen können, verlief er doch häufig an einem steilen, wiesenbewachsenen Abhang entlang. Jedenfalls war Trittsicherheit gefragt.
Die Besitzer der unbewirtschafteten Steinerhinteralm hatten wohl schon geahnt, dass wir großen Durst haben würden: Im Holzgraunda neben der Hütte kühlten mehrere Flaschen Radler zur Selbstbedienung. Nach der Trinkpause wanderten wir auf einer Forststraße weiter abwärts zur Steineralm. Hier gab es Essen vom Feinsten – in riesigen Portionen zu moderaten Preisen.
Da wir uns den weiteren, zweieinhalbstündigen Abstieg ins Tal sparen wollten, hatten wir vorsorglich ein Wandertaxi reserviert. Dieses brachte uns pünktlich und sehr flott hinunter nach Neukirchen. Die Tour war mit nur 6 km nicht sehr lang, hatte es mit 470 Höhenmetern bergab aber durchaus in sich.
Krimmler Wasserfälle 
Heuer standen die Krimmler Wasserfälle zwar nicht groß auf dem Programm, aber einzelne von uns haben sich dennoch für eine Begehung entschieden – zumindest bis zum Fuße des unteren Achenfalls.
Über eine Gesamthöhe von 380 Metern donnern die Wassermassen im Pinzgauer Ort Krimml über drei Kaskaden in die Tiefe. Den Ursprung der Krimmler Wasserfälle bildet die Krimmler Ache. Sie entspringt am Ende des Krimmler Achentals, durchfließt zuerst sanfte Almböden, um dann als tosender Gletscherbach die gewaltigen Stufen hinabzustürzen.
Immer wieder einen Besuch wert!
Nationalparkwelten in Mittersill 
Nachdem das Wetter sehr unbeständig war, besuchten viele die Nationalparkwelten in Mittersill.
Auf 1.800 m2 werden zehn Erlebniswelten geboten: Die Ausstellung reicht von den Murmeltieren über die Themen Almsommer, Bergwald, Wasserreich, Gletscherwelt und den Adlerflug bis hin zum 3D-Erlebniskino und dem 360°-Panoramakino.
Im Panoramakino erlebt man in einer rund 10-minütigen Filmreise die Wildnis der Sulzbachtäler.
Die alpine Erlebniswelt mit ihren 266 Dreitausendern, über 342 Gletschern und einem der mächtigsten Wasserfälle der Welt lässt sich hier wetterunabhängig unter Dach bewundern. Besucher können acht Naturräume durchwandern und dabei die außergewöhnliche Vielfalt des größten Schutzgebietes der Alpen kennen und verstehen lernen.
Eine absolute Sehenswürdigkeit, die mit der Nationalpark Sommercard kostenlos besucht werden kann.
Zell am See
Mittwoch war unser programmfreier Tag und das Wetter auch gerade nicht das Beste. Also nutzten einige von uns die Gelegenheit sich Zell am See anzusehen. Entweder mit dem Auto, mit dem Bus, oder mit einer Kombination von Bus und Zug.
Bei der letzten Variante fährt man mit dem Bus zum Bahnhof Mittersill und steigt dort direkt in die schon wartende Lokalbahn ein. Nach insgesamt rund 25 Stationen erreicht man dann schließlich Zell am See.
Im Ort selbst bummelt man entweder durch die Altstadt mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten oder man begibt sich ans Seeufer, um dort auf und ab zu promenieren. Natürlich gibt es auch genügend Lokale, um sich eine Stärkung zu gönnen.
Radtouren
Es gibt viele Touren die Du mit einem E-Bike bezwingen kannst. Die Touren führen durch idyllische Täler wie das Habachtal, das Ober- und Untersulzbachtal sowie das Krimmler Achental.
Diese Strecken bieten atemberaubende Ausblicke und die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben.
Auch der Tauernradweg führt in Bramberg vorbei.
Im Rahmen der Wildkogel-Arena-Sommercard ist sogar eine kostenlos geführte Radtour mit inbegriffen.
Auch der Transport des E-Bikes mit der Bergbahnen ist sehr preiswert.
Es wurden durchaus auch anspruchsvollere Touren von unseren Gipfelstürmern ausgewählt.
Wildkogel – Mountain Cart
Auch heuer haben sich wieder ein paar Mutige für diese Abfahrt entschieden: Von der Bergstation bis zur Mittelstation der Smaragdbahn kann man mit dem sogenannten Mountaincart – einer Art Dreirad – hinunterfahren.
Die kurvenreiche Mountaincart-Strecke ist ein echt abgefahrenes Sommererlebnis. Auf den rund 4 Kilometern bis zur Mittelstation (auf 1.624 m Seehöhe) sorgen die geländegängigen, dreirädrigen Carts für den richtigen Drive.
Bramberger Dorffest 
Wie schon in den vergangenen Jahren fand auch an diesem Freitag und Samstag das Bramberger Dorffest statt – diesmal bereits zum 41. Mal.
Einer der Eingänge befand sich unmittelbar vor unserer Hotelterrasse. Da es einige der Besucher dort länger aushielten, war es um 2:00 oder 3:00 Uhr früh entsprechend laut.
Mit dabei waren:
* Brennholz
* Felix Muhr
* Zwirn
* Julia Buchner
* und wir!

